PechaKucha erklärt

 

Sie möchten mehr über PechaKucha erfahren?
Dann sind Sie hier richtig.

 

Das Format

Was ist Pech­a­Ku­cha 20x20? 

Pech­a­Ku­cha 20×20 ist ein ein­fa­ches Prä­sen­ta­ti­ons­for­mat. Pro Prä­sen­ta­ti­on wer­den 20 Bil­der gezeigt, jedes für 20 Sekun­den. Die Bil­der wech­seln auto­ma­tisch zum nächs­ten der Vor­tra­gen­de spricht dazu.

Was sind Pech­a­Ku­cha Nights? 

Pech­a­Ku­cha Nights sind form­lo­se und spas­si­ge Tref­fen, bei den krea­ti­ve Men­schen zusam­men­kom­men und ihre Ide­en, Arbei­ten, Gedan­ken, Urlaubs­schnapp­schüs­se — also eigent­lich so gut wie alles — im For­mat von Pech­a­Ku­cha 20×20 mit­ein­an­der tei­len.

Wo fin­den Pech­a­Ku­cha Nights statt? 

Pech­a­Ku­cha Nights wer­den meist an ver­gnüg­li­chen Orten mit einer Bar ver­an­stal­tet, die Raum bie­ten für „den­ken und trin­ken“, ganz so wie im Super­De­lu­xe, der Hei­mat der Pech­a­Ku­cha Nights.

Bis­her wur­den Pech­a­Ku­cha Nights in Bars, Restau­rants, Clubs, Bier­gär­ten, Woh­nun­gen, Stu­di­os, Uni­ver­si­tä­ten, Kir­chen, Gefäng­nis­sen (aus­ge­dien­ten), an Strän­den, Swim­ming­pools und sogar in einem Stein­bruch ver­an­stal­tet!

Wer kann prä­sen­tie­ren?

Jede und Jeder kann prä­sen­tie­ren — das ist der Charme von Pech­a­Ku­cha Nights. Astrids Toch­ter hielt einen Vor­trag mit 5 Jah­ren (über ihre Kunst­wer­ke) und Marks Mut­ter mit 69 (über ihre kunst­vol­len Hoch­zeits­tor­ten).

Was kann prä­sen­tiert wer­den?

Der Schlüs­sel zu einer gross­ar­ti­gen Prä­sen­ta­ti­on liegt dar­in, etwas zu zei­gen, das man liebt.

Die meis­ten Leu­te nut­zen Pech­a­Ku­cha Nights, um ihre aktu­el­len krea­ti­ven Pero­jek­te und Arbei­ten zu zei­gen. Man­che Leu­te tei­len ihre Lei­den­schaft und zei­gen ihre wert­vol­le Samm­lung von Nana Mouskou­ris Schall­plat­ten, wäh­rend ande­re Fotos eines kürz­li­chen Besuchs auf einer Bau­stel­le oder die letz­ten Urlaubs­schnapp­schüs­se tei­len.

Wir ermun­tern Leu­te, sich eine Pech­a­Ku­cha Night anzu­schau­en umd ein Gefühl dafür zu bekom­men, wor­um es geht, bevor sie sich selbst bewer­ben.

Was macht einen guten Pech­a­Ku­cha-Vor­trag aus? 

Gute Pech­a­Ku­cha-Prä­sen­ta­tio­nen sind die, die etwas Uner­war­te­tes auf­de­cken — uner­war­te­tes Talent, uner­war­te­te Ide­en. Man­che Pech­a­Ku­chas erzäh­len gross­ar­ti­ge Geschich­ten über ein Pro­jekt oder eine Rei­se. Man­che sind unglaub­lich per­sön­lich, man­che unglaub­lich komisch, aber alle sind sie sehr unter­schied­lich. So wird jede Pech­a­Ku­cha Night zu einem Über­ra­schungs­pa­ket.

Was, wenn ich nicht an einer Pech­a­Ku­cha Night teil­neh­men kann? 

Wenn Sie in einer Regi­on ohne Pech­a­Ku­cha Nights leben oder wenn Sie sehen möch­ten, was Men­schen in ande­ren Regio­nen der Erde zei­gen, dann kön­nen Sie im Prä­sen­ta­ti­ons­be­reich auf der Web­sei­te von pechakucha.org vie­le Bei­spie­le fin­den.

War Pech­a­Ku­cha das ers­te For­mat die­ser Art? 

Gute Fra­ge! Wir haben sicher alle schon mal von „Ele­va­tor Pit­ches“ gehört, einer Prä­sen­ta­ti­ons­art, die so kurz ist, dass man sein Anlie­gen wäh­rend einer Fahr­stuhl­fahrt anbrin­gen kann.

20 Sekun­den x 20 Bil­der sind etwas län­ger als das, aber die Idee ist die­sel­be: kur­ze, prä­gnan­te Prä­sen­ta­tio­nen. So weit wir wis­sen, war Pech­a­Ku­cha das ers­te Kon­zept, das die Anzahl der Bil­der und der Sekun­den fest­leg­te — sowie das wich­ti­ge auto­ma­ti­sche Wei­ter­sprin­gen der Bil­der. Bei Pech­a­Ku­cha Nights gibt’s kein „nächs­tes Bild bit­te“ oder „Kön­nen Sie noch mal ein Bild zurück­ge­hen?“

Der Hintergrund

Wer hat das For­mat erfun­den?

Das Prä­sen­ta­ti­ons­for­mat wur­de von Astrid Klein und Mark Dytham vom Archi­tek­tur­bü­ro Klein Dytham archi­tec­tu­re erdacht. Die ers­te Pech­a­Ku­cha Night wur­de im Febru­ar 2003 in ihrer Galerie/Lounge/Bar/Club/Kreativküche namens Super­De­lu­xe in Tokyo gehal­ten.

Klein Dytham archi­tec­tu­re orga­ni­sie­ren und unter­stüt­zen das welt­wei­te Netz­werk von Pech­a­Ku­cha Nights und ver­an­stal­ten eige­ne Events in Tokyo.

War­um wur­de das For­mat erfun­den?

Archi­tek­ten reden zu viel! Gib ihnen — oder auch ande­ren krea­ti­ven Leu­ten — ein Mikro­fon und ein paar Bil­der und sie wer­den end­los reden! Gib irgend­wem Power­Point in die Hand und das Pro­blem ist iden­tisch.

War­um ver­brei­ten sich Pech­a­Ku­cha Nights welt­weit und schnell? 

Pech­a­Ku­cha Nights fin­den in mehr als 950 Städ­ten auf der Erde statt. Wir haben fest­ge­stellt, dass die meis­ten Städ­te — nicht nur Tokyo — so gut wie kei­nen öffent­li­chen Raum haben in dem Men­schen ihre Arbeit in einer ent­spann­ten Art zei­gen und tei­len kön­nen.

Wenn man gera­de von der Hoch­schu­le kommt und sein ers­tes Pro­jekt in der rea­len Welt fer­tig gestellt hat, wo kann man das zei­gen?  Ver­mut­lich wird es nicht in einem Maga­zin gezeigt wer­den und für eine Aus­stel­lung in einer Gale­rie oder einen Vor­trag hat man nicht genug Fotos. Pech­a­Ku­cha ist die per­fek­te Platt­form, um sei­ne Arbeit zu zei­gen und zu tei­len.

War­um ist Pech­a­Ku­cha Night eine geschütz­te Mar­ke?

Pech­a­Ku­cha Night ist eine geschütz­te Mar­ke, um den Auf­wand und die Arbeit der Pech­a­Ku­cha-Nights-Städ­te und -Netz­wer­ke zu schüt­zen. Das Ziel von Pech­a­Ku­cha Nights ist Inhalt und nicht Pro­fit.

Ist Pech­a­Ku­cha Night ein sozia­les Netz­werk?

Wir glau­ben, dass sozia­le Net­ze im Inter­net nichts Sozia­les haben. Kom­men Sie hin­ter Ihrem Bild­schirm her­vor und besu­chen Sie ein Live Event, mit rich­ti­gen Men­schen, ech­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on, gutem Bier und rich­ti­gem, krea­ti­ven Spass.

In die­sem Sin­ne sind wir ein „rich­ti­ges“ sozia­les Netz­werk.

Die Organisation

Wer ver­an­stal­tet Pech­a­Ku­cha Nights? 

Jede Pech­a­Ku­cha Night wird von einem loka­len Orga­ni­sa­tor ver­an­stal­tet. Die­se kann man als Ver­trau­ens­per­son betrach­ten, die auf den Geist von Pech­a­Ku­cha in ihrer Stadt ach­ten.

Alle Orga­ni­sa­to­ren einer Pech­a­Ku­cha Night müs­sen einer ande­ren, regu­lä­ren Beschäf­ti­gung nach­ge­hen und Pech­a­Ku­cha Nights nur aus Inspi­ra­ti­on, Lie­be und den Spass dar­an ver­an­stal­ten. Die meis­ten kom­men aus einem krea­ti­ven Umfeld.

Der jewei­li­ge Orga­ni­sa­tor von Pech­a­Ku­cha Nights wird nor­ma­ler­wei­se von einem gros­sen Team von Frei­wil­li­gen unter­stützt — wenn man eine Pech­a­Ku­cha Night durch­füh­ren will, sind vie­le hel­fen­de Hän­de gut.

Das welt­wei­te Pech­a­Ku­cha-Netz­werk wird von Klein Dytham archi­tec­tu­re orga­ni­siert und unter­stützt.

Wie kann ich eine Pech­a­Ku­cha Night durch­füh­ren?

Wir haben nie jeman­den gebe­ten, eine Pech­a­Ku­cha Night zu ver­an­stal­ten, Leu­te fra­gen uns. Anfangs haben wir das als ein­ma­li­ges Event geplant, aber dann wur­den wir gefragt, das noch­mal zu machen — und noch­mal — und so kamen wir auf 30 Events in drei Jah­ren nur in Tokyo. Dann fin­gen Leu­te an dar­an zu den­ken, dass es cool wäre, so etwas in ihrer eige­nen Stadt zu machen.

Schau­en Sie zuerst nach, ob es in Ihrer Stadt bereits eine Pech­a­Ku­cha Night gibt. Falls nicht und falls Sie den­ken, dass Sie das Zeug dazu haben, so etwas bei Ihnen auf die Bei­ne zu stel­len, dann mel­den Sie sich bei uns für mehr Details.

Was ist ein „Pech­a­Ku­cha Night Hand­shake Agree­ment“?

Wir ver­ein­ba­ren ein sehr ein­fa­ches „Hand­shake Agree­ment“ pro Stadt, vor allem um sicher­zu­stel­len, dass es nur eine Ver­an­stal­tungs­se­rie in der Stadt gibt und dass die Leu­te sich nicht auf die Zehen tre­ten oder sich den Tep­pich unter den Füs­sen weg­zie­hen.

Pech­a­Ku­cha Nights benö­ti­gen eini­ges an Orga­ni­sa­ti­on, je mehr Netz­wer­ke es dafür gibt, umso bes­ser. Wir mei­nen, dass es vor­teil­haft für jede Stadt ist, wenn man sich auf ein Event fokus­siert. Wir selbt orga­ni­sie­ren eine Ver­an­stal­tung pro Monat in Tokyo und glaubt uns: Das ist ein ganz schön auf­wän­di­ges Unter­fan­gen!

Die „Handsha­le Agree­ments“ sind kos­ten­frei und kön­nen jähr­lich erneu­ert wer­den. Städ­te müs­sen vier Events pro Jahr orga­ni­sie­ren, um als eine „akti­ve Stadt“ aner­kannt zu wer­den.

Wer finan­ziert das Pech­a­Ku­cha-Night-Netz­werk?

Pech­a­Ku­cha wur­de von Astrid Klein und Mark Dytham erdacht und ver­brei­tet. Ihr Büro Klein Dytham archi­tec­tu­re hat die Bewe­gung und das glo­ba­le Netz­werk wäh­rend der ver­gan­ge­nen neun Jah­re unter­stützt und dabei alle Kos­ten für Per­so­nal und die die Ent­wick­lung der Web­sei­ten abge­deckt.

Momen­tan suchen wir nach ande­ren Wegen, um das Pro­jekt trag- und lebens­fä­hig zu hal­ten, wäh­rend das Netz­werk wei­ter wächst.

Darf ich das For­mat Pech­a­Ku­cha 20x20 in der Schu­le oder im Büro nut­zen?

Ja, es ist ein tol­les For­mat für Pro­jekt­be­spre­chun­gen, Schul­prä­sen­ta­tio­nen oder inter­ne Mee­tings in Büros. In sol­chen nicht­öf­fent­li­chen Situa­tio­nen kön­nen Sie unser For­mat ger­ne benut­zen. Soll­ten Sie aber den Namen oder das For­mat Pech­a­Ku­cha 20×20 im Zusam­men­hang mit Öffent­lich­keit oder Wer­bung benut­zen wol­len, set­zen Sie sich mit uns für die Details in Ver­bin­dung.

Was kommt als Nächs­tes bei Pech­a­Ku­cha 20x20? 

Für Pres­se­an­fra­gen und wei­te­re Infor­ma­tio­nen set­zen Sie sich bit­te mit uns in Ver­bin­dung.


 

Die Ori­gi­nal­tex­te die­ser FAQ fin­den Sie auf der Web­sei­te von pechakucha.org. Sie wur­den nach bes­tem Wis­sen ins Deut­sche über­tra­gen. (Stand: Mai 2017)